Liebesbrief eines Mathematikers (28.12.2001)

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Mein Schatz, mein liebster Augenstern,
ich hab Dich so unendlich gern,
denn Du und ich, wir haben schon
seit langem eine Relation.

Und die Beziehung bindet mich
so stark wie Punkt vor Strich an Dich;
es ist, wenn man es so benennt,
die Liebe zu Dir divergent.

D’rum nenne es nicht „ungebührlich“,
denn dies Gefühl ist ganz natürlich,
nicht immer völlig rational,
manchmal komplex und doch real.

Dein Körper ist kommutativ,
das weiß ich, seit ich mit Dir schlief,
weil ich an diesem schönen Tag
mal unten und mal oben lag.

Aus eins verknüpft mit eins wird drei,
weil das so ist, sind wir dabei –
und das ist äußerst angenehm –
auch ein Erzeugendensystem.